Schöne, aber auch anstrengende Tour ab Ende Mai. Schön, weil landschaftlich fantastisch und einsam, wer das mag … (bis auf den Pragser Wildsee, da wimmelt es nämlich …) und anstrengend, da es im Aufstieg einige Schiebepassagen gibt, der letzte Kilometer auf das Kreuzjoch hat an die 30% Steigung.

Tourenlänge: 69 km/ 2150Hm
Ausgangspunkt:  Sankt Lorenzen bei Bruneck, Handwerkerzone
Gelände: Nebenstraßen, Forstwege, geschotterte Fahrwege, Wanderweg, Radweg
Zeit: etwa 7 – 8 h

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Beschreibung:
Von der Handwerkerzone St. Lorenzen steigt unsere Tour auf asphaltiertem Nebensträßchen gleichmäßig an Richtung Maria Saalen. Hier kann man noch einen stärkenden Kaffee genießen, dann geht es weiter nach Pli inEnneberg. Von hier kurze Abfahrt Richtung St.Vigil, Heimatort der Geschwister Mölgg. Vor dem Hauptort müssen wir aber links weg und von hier haben die Beine bis aufs Kreuzjoch keine Möglichkeit mehr auszuruhen:

Es geht etwa 9 Kilometer unterhalb der Gipfel des Piz da Peres über eine mehr oder weniger steile Forststraße nach oben. Landschaftlich sehr schön. Das meiste kann man auch problemlos fahren, aber einige Male ziehe ich es vor mal ein Stückchen zu schieben. Auf dem letzten Kilometer wird der Forstweg dann so steil, dass wohl kaum jemand im Sattel bleibt – außer E-Biker …

Auf dem Joch lädt ein Holztisch mit Bänken zur Mittagsrast ein. Wer mag kann auch noch die kurze Strecke zum Hochalpensee hinaufsteigen.

Nach der Rast geht es in leichtem Auf und Ab Richtung Seekofel, der sich in der Ferne aufbaut. Wir müssen Ende Mai noch einige Schneereste überqueren. Dann führt der Steig in das Grünwaldtal hinunter. Hier zeigt die Karte einen Trail der Schwierigkeit S2 an, das bedeutet, ich muss erst mal kurz hinunter schieben. Dann weitet sich das Tal und der Wanderweg verläuft durch weitläufige Schuttablagerungen, die wohl ein immer wieder größerer Wildbach hier abgeladen hat. Aber diese sind bis auf kurze Stücke gut fahrbar.

An der Grünwaldhütte kommen wir nicht so einfach vorbei, unsere Wasservorräte sind am Brunnen aufzufüllen und dann lockt der Apfelstrudel von den Tischen einfach zu stark.

Dann erreichen wir das „Juwel der Dolomiten“, den Pragser Wildsee. Hier ist es aus mit der Ruhe, die wir den ganzen Tag genossen haben. Unzählige Holzboote gondeln über den azurblauen See und viele Paare und Familien picknicken am Seeufer. Die Wanderer halten sich in Grenzen, dass wir mit dem Rad gut vorbei kommen und Verbots-Schild habe ich keines gesehen. Vielleicht gibt es im Hochsommer Zeiten, in denen mal auch besser mit dem Rad an der Hand wandert.

Nach dem Parkplatz beim historischen Hotel Pragser Wildsee fahren wir rechts weg und fädeln in den Fußweg ein, der talauswärts führt. Der anfangs etwas schmale Weg verbreitert sich bald und führt sehr schön durch den Wald. Am Talanfang erreicht man den Pustertaler Radweg, den wir bis Olang folgen. Wer genug hat von Steigungen, bleibt auf dem schön angelegten schattigen Radweg bis Bruneck und weiter bis zum Ausgangspunkt der Tour. Wir entscheiden uns aber in Olang und nehmen einen etwa 200 Höhenmeter Anstieg in Kauf und radeln einen Forstweg entlang über den Bergrücken mit schöner Aussicht und hinab nach Reischach und weiter bis zum geparkten Auto.