Für kleine Sünden büßen?
Die Wanderung von Brentino hinauf zur Madonna della Corona ist vielmehr ein eindrucksvolles Erlebnis. Die berühmte Wallfahrtskirche Madonna della Corona liegt auf 773 m Höhe und schmiegt sich eindrucksvoll an eine senkrechte Felswand über dem Etschtal. Von Brentino am Monte Baldo führt ein Treppenweg in gut eineinhalb Stunden hinauf zu dem in den Fels eingebetteten Bauwerk.
Oben angekommen belohnt die in den Fels gebaute Wallfahrtskirche mit ihrer einzigartigen Lage und einer Stimmung, die zum Innehalten einlädt.

Tourenlänge: 11 km/ 850 Hm
Ausgangspunkt:  Von der Autobahnausfahrt Ala/ Avio gelangt man nach wenigen Kilometern nach Brentino. Im Ort gibt es mehrere kostenlose Parkplätze.
Gelände:  Schotterweg mit unzähligen Stufen (genauer gesagt 1700), der Abstieg erfolgt über schmale Steige (Trittsicherheit an manchen Stellen erforderlich)
Zeit: etwa 4,5 h (Bewegungszeit), Aufstieg etwa 1,5h, Abstieg etwa 2,5h

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Beschreibung:
Die Wanderung zur Madonna della Corona beginnt in Brentino Belluno im Etschtal auf etwa 190 m Höhe. Der Startpunkt befindet sich am oberen Ende des Dorfes, kurz nach einem Brunnen, der früher ; von dort folgt man der Via Santuario bis zum Beginn des ausgeschilderten Pilgerwegs Sentiero della Speranza (CAI 73). Dieser ist breit und gut gesichert.

Der Weg verläuft durchgehend steil bergauf und besteht überwiegend aus Steinstufen und Serpentinen. Er führt durch Waldabschnitte sowie entlang von Felswänden und ist an exponierten Stellen mit Geländern gesichert. Unterwegs bieten sich mehrere Aussichtspunkte mit Blick auf das Etschtal.

Die Strecke ist rund 2,5 km lang und überwindet etwa 600–700 Höhenmeter. Für den Aufstieg werden je nach Kondition 1,5 bis 2 Stunden benötigt. Ziel ist der Wallfahrtsort Madonna della Corona, der direkt in die Felswand gebaut ist.

Der Rückweg erfolgt normalerweise auf demselben Weg, wir haben uns jedoch entschieden aus der Tour eine Rundwanderung zu machen und den Abstieg über über das einsame Valle della Orsa zu verlegen, über den Sentiero del „Vajo“ dell’Orsa (CAI 75)

Kurz steigt man über den Aufstiegsweg ab, bis die Beschilderung nach links weist. Hoch über dem Rio Pissotte wandert man taleinwärts bis zum Ponte Tibetano. In Beschreibungen und auf einer Wegtafel unterwegs wird zu Klettersteigausrüstung geraten. Wir haben aber keinen einzigen Abschnitt gefunden, bei dem dies notwendig wäre. einzig am Beginn des Weges gibt es kurz ein Seilgeländer, weil der Weg entlang eines steileren Hanges führt. Etwas Trittsicherheit ist hier erforderlich.

Und der Weg führt wunderschön durch Laubwälder, jetzt Mitte Januar blühen sogar schon Schlüsselblumen, auch ein paar Schneeglöckchen stecken ihre Köpfchen schon durch das trockene Laubbett.


Weit geht es ins Tal hinein, vorbei an besagter Picknickstelle und weiter, leicht auf und ab. Dann stehen wir plötzlich vor einem Ponte Tibetano. Hier wird die Schlucht des Rio Pissotte überquert. Und davor gibt es noch ein Highlight: eine kleine Tafel weist auf einen „punto panoramico“ hin. Nach ein paar Metern dann fällt der Blick auf zwei durch einen kleinen Wasserfall verbundene Becken. Fantastisch!

Kurz nach der Hängebrücke geht es wieder talauswärts und bald mündet der angenehm breite Weg in ein steileres Steiglein. Einige Höhenmeter steigt man ab, bis man wieder unten in Brentino anlangt. Hier wartet eine kleine Bar, dessen Werbeschild, dass es hier Flötzinger Bier angeboten wird uns schon beim Aufstieg aufgefallen war. Unbedingt bei der lustigen Wirtin zukehren, die Panini und Süßspeisen und besonders auch das Bier haben wir uns auf jeden Fall verdient.