
Mein neuestes Abenteuer führte mich von der nordwestlichen Atlantikküste in Caminha bis zur südlichen Küste in Vila Real de Stº António. Die Strecke führte über ruhige Nebenstraßen durch atemberaubende Landschaften und vorbei an kulturellen Highlights.
Mit etwas über 1.000 km und gut 16.000 m kumulierten Anstiegen und der Hitzewelle war das eine echte Herausforderung für uns Ultracyclisten und Bikepacker.

Vor meinem Erlebnisbericht eine kurze Vorstellung des Events:
Das Grandiagonal Portugal End-to-End war in seiner ersten Edition ein besonderes Abenteuer für alle Teilnehmenden. Das Event wurde als self-supported Bikepacking-Format ausgetragen, bei dem jede und jeder Fahrer:in eigenverantwortlich unterwegs ist und sich selbst um Versorgung und Logistik kümmert. Die Strecke führte einmal quer durch Portugal und stellte klare, aber anspruchsvolle Regeln, die Fairness und Eigenständigkeit im Vordergrund hielten.
Mit rund 160 Teilnehmenden in Solo- und Teamkategorien, darunter 25 Frauen, war das Starterfeld international und vielseitig besetzt. (Ich konnte das Rennen auf dem 6. Platz in der Frauenwertung sowie 46. Rang insgesamt nach 4 Tagen und 1 Stunde Fahrzeit im Süden des Landes beenden).

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Die Organisation rund um António und sein Team war hervorragend. Bereits im Vorfeld wurden wir Athletinnen und Athleten umfassend auf die besonderen Anforderungen eines self-supported Events vorbereitet. Ein ausführlicher Service-Guide lieferte alle wichtigen Informationen zur Strecke, Navigation, Versorgung und den Regeln – eine wichtige Grundlage für ein sicheres und gelungenes Abenteuer.
Über den sportlichen Aspekt hinaus verfolgt das Projekt eine klare Vision: Es soll nachhaltige Mobilität fördern, den Naturtourismus stärken und den Radsport weiterentwickeln. Gleichzeitig bietet es den Regionen im Landesinneren Portugals neue Perspektiven und trägt dazu bei, diese landschaftlich beeindruckenden, oft weniger erschlossenen Gebiete stärker in den Fokus zu rücken.
Jetzt gibt es meine „stories“ & Videos, einfach runter scrollen!
Tag 1 – Vom Atlantik in die Berge, Höhenmeter und erbarmungslose Hitze
210km/ 4000Hm/ verstrichene Zeit 13:30, Zeit in Bewegung 11:30
zuerst mein Video Tag 1

Start um 9 Uhr in Caminha, im äußersten Nordwesten Portugals. Für ein 1000-km-Rennen ist das fast schon ein gemütlicher Zeitplan – mein Körper war der Meinung, dass 9 Uhr eindeutig „zu spät für so etwas“ ist und es kribbelt in den Beinen, die los wollen. Dann AC/DC – Hells Bells – und 150 Leute werden auf die Strecke geschickt. Gänsehautmoment. Kurz dieser Gedanke: Was zur Hölle liegt da eigentlich alles vor uns?
Am Anfang läuft es fast unverschämt gut. Kühl, schnell, die Beine machen einfach mit, als hätten sie nicht gelesen, was der Tag noch so vorhat. Die Landschaft zieht angenehm vorbei, und ich denke mir noch: „Vielleicht habe ich das alles ein bisschen unterschätzt – aber im positiven Sinn.“ Ein Schwätzchen da, ein Schwätzchen dort, noch …
Erster Stopp: Brunnen in Arcos de Valdevez. Wasser ins Gesicht, Flaschen voll, weiter geht’s. Noch ein bisschen wellig, noch ein bisschen freundlich. Die ersten 100 km sind plötzlich einfach weg. Ich werde kurz übermütig und beginne innerlich schon zu feiern.
Dann: die nächsten 50 km.
Die fühlen sich an wie Kaugummi, der unter der portugiesischen Sonne vergessen wurde. Und die Sonne meint es ernst – sehr ernst. Dazu der erste „Tough Nut Nr. 1“, wie die Veranstalter den Anstieg nennen. Ich nenne ihn im Nachhinein eher: „Warum eigentlich?“

Ich war in diese erste ordentliche Steigung zu optimistisch gestartet – der Berg hat das sehr schnell korrigiert. Mein Garmin-Gerät immer wieder Rampen mit 12–15 % und das bei weit über 30° C. (Garmin übertreibt wohl etwas mit 44°). Meine Mountainbike-Übersetzung fühlt sich kurz wie eine gute Idee an – bis sie merkt, dass da noch Gepäck dranhängt. Und zwar nicht wenig. Lumacagabi, die Schneckegabi, trägt ja ihr ganzes Haus mit sich herum. Das ist poetisch formuliert – und technisch leider auch ziemlich wahr.
Dafür kommt später etwas, das alles ein bisschen rettet: eine eiskalte Quelle in Germil, dazu ein steingemauertes Dorf, das wirkt, als wäre es aus der Zeit gefallen. Und dann noch mehr Quellen. Immer wieder. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen und stattdessen begonnen, mich bei jeder einzelnen komplett zu „duschen“ – also wirklich: Helm runter, Kopf drunter, den gesamten Körper – alles nass. Der Effekt hält ungefähr zwanzig Minuten, aber diese sind unbezahlbar.

Die Abfahrt danach ist dafür ein Geschenk. Wunderschön geschwungene Straßen, glattgeschliffene Steine, diese typische Landschaft, die dich kurz vergessen lässt, dass du gerade eben noch gelitten hast. Vorbei an einem Stausee – und der Gedanke ist eigentlich nur: Bitte kurz eintauchen. Darf ich aber nicht. Also weiter.
Der zweite „Tough Nut“ des Tages ist weniger romantisch. Viel Verkehr, vermutlich halb Portugal auf dem Heimweg vom See, und ich mittendrin auf einer schmalen Straße.

Etwas später: Die Schatten werden länger, der Hunger meldet sich deutlich, und weit und breit habe ich nichts auf meiner Planung stehen – bis ich an einem See ein unscheinbares Schild mit ‚Bar‘ entdecke, eine steile Rampe hochschiebe und schließlich in einer kleinen Dreimädelwirtschaft lande, wo mich Tochter, Mutter und Oma nach kurzem Ratlos-Blick mit überraschender Selbstverständlichkeit mit Toast, Cola, Ananassaft und am Ende sogar Pistazieneis versorgen – Rettung in ihrer schönsten Form.

Gestärkt kurbele ich weiter. Ich treffe Sara und Miche. Gemeinsam mit ersterer rolle ich weiter Richtung Mondim de Basto. Irgendwann wird klar: heute wird noch entschieden, wie viel Komfort ich mir gönne.
Ich spiele kurz mit dem Gedanken, mich wie Lars und Sarah einfach in ein Hotelzimmer zu retten. Bivy wäre zwar offiziell möglich, aber mein Schlaf ist leider so sensibel, dass schon ein falsch atmender Nachbar als „zu laut“ zählt.

Dann kippt der Abend. Tankstellenstopp, die Sonne sinkt, und plötzlich entscheide ich mich doch für meinen ursprünglichen Plan: Zeltplatz suchen. Genauer gesagt den Spot, den ich mir schon vorher ausgedacht hatte – irgendwo zwischen Friedhof und Sportplatz. Klingt vielleicht morbider als es ist. Praktisch ist es jedenfalls: 20 km bergauf am Abend, dafür morgens weniger leiden.
Ich erreiche den Platz im Dunkeln und baue das Zelt auf. Natürlich mit einem leicht schlechten Gewissen. Wildcampen ist in Portugal ja offiziell nicht unbedingt als „gute Idee“ gesehen.
Kaum liege ich in meinem Zeltchen, höre ich ein Auto. Dann Hunde. Dann noch mehr Geräusche. Mein Fahrrad steht draußen wie ein Weihnachtsbaum auf zwei Rädern – komplett beleuchtet, reflektierend, vermutlich weithin sichtbar. Ich liege da und überlege, ob gerade jemand den Friedhof besucht. Hunde in der Ferne und dann in der Nähe. Führt da wer seinen Bello um Mitternacht spazieren? Schlaf kommt eher in kleinen Stücken als in ganzen Portionen. Ich rechne sekündlich damit, dass mich wer verjagt, Schlimmeres kommt mir glücklicherweise nicht in den Sinn.
Wecker: 3:45
Die Nacht ist vorbei, meine jedenfalls, bevor sie sich richtig angekündigt hat. Zaghafte Dämmerung, alles noch grau und still. Und dann sitze ich wieder auf dem Rad.

Die Luft ist kühl, der Rhythmus passt sofort, und die Straße zieht gleichmäßig bergauf durch ein Naturschutzgebiet. Vor mir sehe ich schon Lichter in Bewegung. Ich bin also nicht allein in dieser übertrieben frühen Stunde.
Und während die Sonne langsam versucht, sich zu entscheiden, ob sie heute freundlich oder brutal wird, frage ich mich nur: Mal sehen, was dieser Tag noch so alles für Überraschungen bereithält.
Tag 2 – Weinberge, Hitzeschlacht und ein Hotel statt Campingplatz
220 km/ 3700 Hm/ verstrichene Zeit: 15:40/ Zeit in Bewegung 13:15

Es dämmert gerade, und die Lichter vor mir verraten: Ich bin nicht der Einzige, der sich freiwillig zu dieser Uhrzeit auf ein Fahrrad setzt.
Wo ich heute Abend landen werde? Keine Ahnung. Der ursprüngliche Plan sieht den Campingplatz in Valhelhas vor – vorausgesetzt, ich komme überhaupt noch über Tough Nut Nummer 5. Aber wie so oft bei solchen Rennen gilt: Der Plan ist eine grobe Empfehlung.
Die erste Überraschung des Tages wartet bereits am Morgen. Tough Nut 3 entpuppt sich als deutlich weniger furchteinflößend als in meiner Planung. Entweder habe ich mich verrechnet oder der Berg hat über Nacht ein paar Höhenmeter verloren.

Oben treffe ich Lars – beziehungsweise trifft Lars mich, denn er ist ja schon am frühen Morgen von Mondim de Basto hochgekurbelt. Gemeinsam stürzen wir uns in die Abfahrt. Die Straßen hier sind ein Traum: perfekt angelegte Kurven, kaum Bremsen nötig und endlich einmal Straßenbauer, die offenbar selbst Fahrrad fahren.
Beim Frühstück lade ich ein. Das fällt in Portugal erfreulich leicht. Entweder ist hier alles günstig oder bei uns alles absurd teuer. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem.
Anschließend rollen wir weiter talwärts und legen einen Fotostopp am Viaduto do Corgo ein. Die riesige Autobahnbrücke wirkt im morgendlichen Dunst majestätisch.

Danach geht es kurz hoch und dann in flotter Fahrt durch das Herz des Douro-Tals. In der Weinbauregion Cima Corgo reiht sich Weinberg an Weinberg. Sauber gezogene Terrassen ziehen sich die Hänge hinauf, bis wir schließlich Peso da Régua erreichen.
Dort hole ich mir endlich meinen Aufkleber am ersten Kontrollpunkt ab. Die Kontrollstelle liegt malerisch zwischen mehreren beeindruckenden Brücken (Ponte Metálica, Ponte Rodoviária da Régua und Ponte Miguel Torga) und bietet eine Kulisse, die fast vergessen lässt, dass man sich eigentlich in einem Radrennen befindet.
Über die alte eiserne Fußgängerbrücke verlasse ich die Stadt. Danach folgen zehn herrlich entspannte Kilometer flach am Douro entlang. Und durch eines der ältesten und renommiertesten Weinbaugebiete der Welt.

Und dann wartet er auf mich: der Mann mit dem Hammer.
Die Straße richtet sich plötzlich kerzengerade auf. Tough Nut Nummer 4 steht vor mir. Wörtlich. In der prallen Sonne kämpfe ich mich Rampen mit bis zu 15 Prozent hinauf. Das hatte ich am Vortag zwar schon einmal geübt, schöner wird es dadurch aber nicht.
Wasser zum Abkühlen ist zunächst Mangelware. Die Rettung kommt in Tabuaço in Form eines wunderschönen Brunnens mit eiskaltem Wasser. Flaschen auffüllen, Kleidung komplett durchnässen und weiter.

Die folgende Abfahrt bringt leider nur begrenzte Kühlung. Bis unten ist ohnehin wieder alles trocken.
Am Rio Távora, der hier breit wie ein See in der flirrenden Mittagshitze liegt, entdecke ich eine Bar, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Einige Rennräder stehen bereits davor.
Ein gutes Zeichen. Ich parke dazu, bestelle Pizza und Cola und tauche anschließend mitsamt Kleidung in das angenehm kühle Wasser. Hochprofessionelle Regenerationsmaßnahmen.

Danach geht es zurück in die Mittagshitze. Mein Trikot ist nach zwanzig Minuten wieder staubtrocken. Zum Glück stehen entlang der Strecke regelmäßig Brunnen bereit, die inzwischen zu meinen wichtigsten Freunden geworden sind.
Die Pizza liegt allerdings schwerer im Magen als erhofft. In Trancoso folgt daher ein weiterer Stopp im Supermarkt. Kefir und Orangensaft sollen die Verdauung auf Trab bringen. Nur ungern verlasse ich das klimatisierte Paradies wieder.
Unterwegs überhole ich bereits zum zweiten Mal einen Fahrer, der sein Rad bergauf schiebt. Auf meine Nachfrage, ob alles in Ordnung sei, bekomme ich keine Antwort. Vermutlich fehlte ihm die Kraft zum Sprechen. Ich leide also alleine weiter und nutze wirklich jeden Brunnen, der sich anbietet.

Eigentlich wollte ich die Nacht auf dem Campingplatz in Valhelhas verbringen – falls ich Tough Nut 5 überhaupt noch rechtzeitig überquere. Doch irgendwann wird die Sonne gnädiger.
Da ich auf meiner Planung keinen weiteren Supermarkt vermerkt habe, halte ich kurz vor Porto da Carne noch in einer Bar. Außer Getränken gibt es dort nichts. Also geht es nach einer Cola weiter.
Inzwischen hat mich Sarah überholt, und wir fahren ein Stück gemeinsam. Wenig später treffen wir Christoph in einem kleinen Ort. Die fürsorgliche Wirtin serviert uns ausgezeichneten Toast. Meinen schaffe ich allerdings nicht ganz. Den Rest transportiere ich noch bis zum nächsten Abend spazieren, bevor ich ihn schließlich entsorge. Dem Schinken, der einen kompletten Sommertag in meiner Fahrradtasche verbracht hat, vertraue ich dann doch nicht mehr uneingeschränkt.

Christoph hat bereits ein Zimmer in Aldeia Viçosa gebucht. Sarah und ich möchten die etwas kühlere Abendluft nutzen und noch über Tough Nut Nummer 5 fahren. Sie hat ein Zimmer in Manteigas reserviert, direkt am Fuß des Torre Estrela.
Zu zweit vergeht der Anstieg erstaunlich schnell. Die anschließende Abfahrt nach Valhelhas ist erneut ein Highlight, dank der portugiesischen Straßenbaukünste.
Unten angekommen scheint immer noch die Sonne. Zu schade, jetzt schon Schluss zu machen. Der Gedanke wächst: Warum nicht die letzten zwanzig Kilometer bis Manteigas auch noch fahren?

Als wir den Ort in der Dämmerung erreichen, diskutieren wir kurz über die nächste Kontrollstelle. Ich bin überzeugt, dass sie irgendwo hier sein müsste. Sarah ist anderer Meinung. Hätte ich doch nur meine Planung hervorgeholt: Natürlich liegt der zweite Kontrollpunkt genau hier, und am nächsten Morgen werde ich noch einmal 6 Kilometer zurückfahren dürfen, um meinen Aufkleber zu bekommen.
Bleibt die Frage nach dem Hotel. Das liegt leider nicht direkt an der Strecke, sondern wie erwähnt noch einmal knapp drei Kilometer bergauf. Natürlich.
Oben angekommen wartet die Belohnung: Es gibt tatsächlich noch ein freies Zimmer. Dazu serviert man uns spontan eine Gemüsesuppe und einen Früchteteller. Nach diesem Tag schmeckt beides wie ein Sterne-Menü.
Sogar ein Frühstück in Form eines Lunchpakets wird uns für den nächsten Morgen zugesagt. Nach und nach treffen weitere Teilnehmer im Hotel ein.
Duschen. Essen. Schlafen.
Mehr braucht es an diesem Abend nicht.
Tag 3 – Hitzeschlacht, Essiggurken und ein unfreiwilliges Wasserbett
200km/ 3400 Hm/ verstrichene Zeit 16:10 /Zeit in Bewegung 11:40

Der Wecker klingelt noch vor fünf Uhr. In der Hotellobby treffe ich Sarah. Schlechte Nachrichten: Platten. Eigentlich würde man jetzt helfen. Andererseits ist das hier ein Unsupported Race. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und ehrlich gesagt – mit meinen Reifenwechselkünsten wäre ich vermutlich eher moralische als praktische Unterstützung gewesen. Also rolle ich mit einem leicht schlechten Gewissen los.
Blöd nur, dass das Hotel oberhalb von Manteigas liegt. Erst einmal also wieder das ganze Stück hinunter ins Dorf, auf der anderen Talseite wieder hinauf und CP2 suchen. Dort gibt es immerhin den nächsten Kontrollstempel, einen Aufkleber – und, viel wichtiger, Kaffee. Um kurz nach fünf hat sonst ohnehin nichts geöffnet.

Gerade wird es hell. Vor mir liegt der längste Anstieg der ganzen Grandiagonal. Überraschenderweise fühlt er sich in der kühlen Morgenluft fast angenehm an.
Die ersten zwei Drittel verbringe ich plaudernd mit Paulo. Irgendwann beschließt er, das Tempo leicht anzuziehen. Genau in diesem Moment beschließen meine Beine, ihren Dienst einzustellen. Noch 250 Höhenmeter bis zum Gipfel.
Von da an wird jede Ausrede dankbar angenommen. Wasser an einer Quelle auffüllen. Blumen fotografieren. Landschaft fotografieren. Fahrrad fotografieren. Noch einmal trinken. Irgendwie schaffe ich es, aus einem gleichmäßigen Anstieg eine kleine Sightseeing-Tour zu machen.

Hatte Paulo von einem legendären Frühstück mit traditionellem Käse erzählt, klingt fantastisch. Erwartungsvoll oben angekommen sehe ich, dass leider sämtliche Lokale geschlossen haben. Also gibt es stattdessen mein Lunchpaket-Sandwich vom Hotel.
Anschließend beginnt eine der längsten Abfahrten der Tour. Kilometerlange Geraden, auf denen das Rad fast von allein beschleunigt. António hatte beim Briefing eindringlich vor den Abfahrten gewarnt. Also höre ich ausnahmsweise auf Vernunft und nehme etwas Tempo heraus. Sogar die portugiesischen Verkehrsschilder fordern Autofahrer dazu auf. Wenn schon die Einheimischen gewarnt werden, sollte ich vielleicht nicht die Heldin spielen.

Die Straße fällt mit bis zu 15 Prozent Gefälle ins Tal. Meine Bremsen werden ordentlich warm. Im Tal angekommen zeigt das Thermometer bereits deutlich über 38 Grad. Vor mir liegen noch zwei der berüchtigten „Tough Nuts“. Höhenmeter sind es gar nicht so viele – aber eben bei Temperaturen, bei denen man das Gefühl hat, jemand hätte die Backofentür geöffnet.
Zum Glück taucht immer wieder ein Brunnen auf. Jeder einzelne wird zur persönlichen Rettungsinsel. Kaum fahre ich weiter, ist das frisch durchnässte Trikot nach wenigen Minuten wieder knochentrocken.
Dazu kommt: Schatten gibt es praktisch keinen. Große Waldflächen wurden in den vergangenen Jahren von Bränden zerstört. An manchen Stellen wachsen erste Büsche nach, aber vielerorts stehen nur noch verkohlte Baumreste. Ein trauriger Anblick.
Nach einer langen Abfahrt sehe ich endlich ein Dorf. Vor mir biegt ein anderer Fahrer spontan in eine Bar ein. Ich bin schon vorbei, bevor mein Gehirn „Stopp!“ denken kann. Hoffentlich kommt bald die nächste Gelegenheit.

Und tatsächlich. Direkt an einem kleinen Fluss liegt eine Bar. Cola. Eis. Lupinenkerne. Eine Kombination, die ich außerhalb eines Ultrarennens vermutlich niemals bestellt hätte. Aber offenbar verlangt mein Körper dringend nach Salz.
Kurz darauf trifft auch Sarah ein. Gemeinsam beschließen wir, ein Bad im eiskalten Fluss zu nehmen. Über kleine Leitern kommt man bequem ins Wasser. Herrlich.

Unsere spontane Umziehaktion – Radtrikot und Unterwäsche müssen reichen – sorgt allerdings für großes Interesse bei einer Gruppe älterer Herren, die im Halbschatten ihre wohl vorgezogene Nachmittagsruhe verbringen. Sagen wir mal so: Unsere Badeeinlage brachte etwas Abwechslung in deren Siesta.
Weiter geht’s. Von Brunnen zu Brunnen.
Laut meinem Höhenprofil sollte der Rest des Tages ziemlich flach sein. Im Nachhinein vermute ich, dass der riesige Torre-Anstieg mit seinen über 1.200 Höhenmetern einfach den Maßstab gesprengt hat. Alles andere sah daneben wie Ebene aus. Die Realität bestand allerdings weiterhin aus erstaunlich vielen Hügeln.
An einem Supermarkt treffe ich João wieder. Wir kennen uns noch vom Silk Road Mountain Race in Kirgisistan. Damals schenkte er uns ein halbes Glas Essiggurken. Eine erstaunlich gute Sportlernahrung.
Also kaufe ich ebenfalls ein Glas. Eigentlich wollte ich teilen. João ist allerdings schon verschwunden. Also esse ich sämtliche Gurken selbst und spüle sie mit vier Erdbeerjoghurts herunter.
Ernährungswissenschaftler würden vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Während sich meine Gedanken den ganzen Tag nur noch darum drehen, wo ich als Nächstes Wasser zum Abkühlen finde, verpasse ich völlig den Halfway Point.
Halbzeit. Nur noch 500 Kilometer. Irgendwie klingt das gleichzeitig motivierend und völlig absurd.
Am späten Nachmittag sammeln sich vor einem Supermarkt in Castelo de Branco plötzlich jede Menge „Grandiagonalos“. Fast alle haben bereits Hotels gebucht. Es ist etwa 17 Uhr.

Für mich viel zu früh.
Ich möchte mindestens noch bis Vila Velha de Ródão am Tejo kommen. Hier gäbe es auch einen organisierten Bivy-Spot.
Also wandert Verschiedenes- auf jeden Fall viel zu viel, Kefir, Frühstücksvorräte und allerlei andere Dinge in meine Taschen. Eine halbe riesige Wassermelone verschwindet sofort. Dazu ein halber Liter Kefir. Mein Speiseplan entwickelt sich langsam in sehr kreative Richtungen.
Unterwegs stelle ich fest, dass ich mich sogar im Wochentag vertan habe. Ich war fest überzeugt, wir hätten bereits Mittwoch. Sarah klärt mich auf, dass Dienstag ist. Offenbar beginnt mein Gehirn bei 40 Grad ebenfalls zu kochen.
Später trennen sich unsere Wege. Sarah biegt Richtung Hotel ab. Wir sehen uns erst ganz im Süden Portugals wieder. Ihre dramatische Geschichte ist oben verlinkt.

Ich fahre weiter bis kurz vor Vila Velha de Ródão. An der historischen Stahlbrücke über den Tejo gönne ich mir noch einen Kefir-Bananen-Stopp. Genau deshalb verpasse ich das Kamerateam der Veranstaltung, das offenbar dort auf die Fahrer gewartet hatte. Als ich wieder losfahre, kommen sie mir bereits entgegen.
Schade. Das wäre ein schönes Foto geworden.
Der vorletzte Tough Nut ist dagegen überraschend harmlos. Die Sonne geht langsam unter, die Temperatur sinkt auf angenehm frische 32 Grad.

Plötzlich höre ich hinter mir ein Auto.
Es fährt im Schritttempo.
Direkt hinter mir.
Mir wird schlagartig mulmig. Was wollen die? Umdrehen? Wegfahren? Einfach weiterfahren?
Dann geht langsam das Seitenfenster herunter.
Ich wage einen Blick zurück.
Weißes Auto. Orange Schrift. Beige T-Shirts mit „Grandiagonal“-Aufdruck.
Noch nie hat mich ein Organisationsfahrzeug so sehr erleichtert.
Die beiden wollten lediglich wissen, ob alles in Ordnung sei und ob ich einen Schlafplatz hätte.
Die Szene dauerte vielleicht zehn Sekunden. Gefühlt waren es zehn Minuten.
Kurz darauf finde ich einen Brunnen mit Holztisch. Perfekt für das Abendessen: Kefir, Gurke, Tomaten und ein kompletter Block Feta. Überraschend köstlich.
Danach suche ich mir einen Zeltplatz. Ein paar Meter den Hang hinauf, gerade so weit, dass mich niemand von der Straße aus sieht. Licht bleibt konsequent aus. Tarnmodus.

Fast.
Denn bevor ich endlich schlafen kann, verbringe ich geschlagene zehn Minuten auf allen Vieren im hohen Gras und suche einen Zelthering, der sich beim Aufbau verabschiedet und elegant ins Nirgendwo katapultiert hat.
Gegen zwei Uhr nachts wache ich auf.
Meine linke Körperseite ist klatschnass.
Neben mir schwimmen Smartphone, Kleidung und allerlei Ausrüstung.
Nach kurzer Panik finde ich den Übeltäter: Ich habe die halbe Nacht auf dem Schlauch meines Trinksystems gelegen. Das Ventil war offen. Liter für Liter hat sich mein kostbares Wasser im Zelt verteilt.
Mein Schlafsack ist ebenfalls tropfnass.
Ich rette, was noch zu retten ist.
Draußen sehe ich in der Dunkelheit einen einzelnen Lichtkegel vorbeiziehen. Kurz überlege ich, ebenfalls sofort weiterzufahren.
Stattdessen ziehe ich trockene Kleidung an, kuschle mich in den inzwischen eher feuchten Schlafsack und gönne mir noch zwei Stunden Schlaf.
Warm wird das allerdings nicht mehr, ich fröstle. Also stehe ich gegen vier Uhr endgültig auf.
Eine halbe Stunde später rolle ich wieder los.
Mit nassem Gepäck. Und hoffentlich geschlossenem Trinkventil.
Tag 4 / Nacht 5 – Hitze, Kreisel und andere Entscheidungen
Tag 4 – 220km/ 2400 Hm/ verstrichene Zeit 16:00/ Zeit in Bewegung 11:30
Nacht 5 zur finishline – 160 km/ 1700 Hm/ verstr. Zeit 8:30/ in Bewegung 7:30
Mein Video wieder zuerst:
Tag 4 / Nacht 5
Ich starte in die Dämmerung, noch leicht feucht vom letzten „Abkühlungsversuch“ und mit der leisen Hoffnung, dass die Hitze des Vortags ein Ausrutscher war. Portugiesen hatten mich allerdings schon gewarnt: südlich der Berge wird Wasser schnell zur Glückssache. Klingt ja erstmal beruhigend.
In der Infogruppe wird eine Umleitung wegen eines Festivals angekündigt. Von Nisa soll man direkt nach Crato fahren. Am Abzweig sitzen zwei Veranstalter wie Wegweiser im Halbdunkel. Ob die da wirklich die ganze Nacht ausharren? Ich hoffe heimlich, dass sie wenigstens gute Musik haben.

In Crato gönne ich mir ein zweites Frühstück. Die Einheimischen schauen etwas irritiert auf die voll bepackte Frau im Rennmodus – vermutlich keine typische Bar-Kundschaft um diese Uhrzeit. Danach geht’s weiter durch eine Landschaft, die irgendwo zwischen Steppe und „wo genau kommt hier eigentlich das Wasser her?“ liegt.
Kühe und Schafe wirken erstaunlich entspannt. Vielleicht wissen sie etwas, das ich noch nicht verstanden habe.
Zwischendurch hole ich eine Männergruppe ein, wir quatschen kurz, dann sind sie wieder schneller weg. Dazu ein Mediateam, das mich regelmäßig überholt – vermutlich immer dann, wenn ich gerade nicht fotogen genug leide. Ich beginne ernsthaft zu überlegen, ob „unsichtbar im Rennen“ eine eigene Kategorie ist. Immerhin: Neon gelb bin ich definitiv nicht gut im Verstecken.

Und dann passiert es natürlich: genau in dem Moment, in dem ich mich innerlich schon über die mangelnde Frauenquote auf den Bildern beschwere, stehen sie plötzlich da – Kamera, Team, perfekte Szene. Ich zwinge meine Mundwinkel nach oben und spiele „alles unter Kontrolle“. Das Ergebnis landet später auf Instagram mit einem Untertitel in der Richtung: Hitze beeinflusst die Geschwindigkeit. Aha. Ich nenne das dann wohl offiziell: strategisches Langsamsein.
Ich bleibe dabei: irgendwo im Mittelfeld ist trotzdem ziemlich solide, auch wenn mein Ego kurz diskutiert.

Die Strecke führt durch wunderschöne Orte wie Sousel und Estremoz. In einem schattigen Stadtgarten entdecke ich plötzlich einen Gartenschlauch. Der Rest ist Geschichte. Ich nenne es „kurze logistische Abweichung“, die Gärtner grinsen, als ich mich des Schlauches bemächtige und mich großzügig abdusche.
Dann kommt der letzte große Anstieg. Nur 200 Höhenmeter – klingt harmlos, fühlt sich bei 40 Grad aber eher nach persönlicher Charakterprüfung an. Oben kümmere ich mich erstmal um mein Fahrrad und schmiere die Kette (man nennt es auch: Prioritäten setzen im Ausnahmezustand).
In Redondo wartet CP3. Danach der klassische Luxus: 3 km zurück zum Supermarkt in der Hitze, weil Planung manchmal eben ein Gerücht ist. Ich esse, trinke, packe Vorräte – und stelle später fest, dass ich 1,5 Liter Wasser zusätzlich ins Ziel transportiert habe. Offiziell „Trainingseffekt“ für das Transcontinental Race im Juli, inoffiziell einfach „Dummheit“.

Ich dusche noch, ziehe alles nass wieder an und fahre weiter. Die Garmin zeigt über 40 Grad. Schatten ist ein Mythos, Wasser ein Luxusgut. Ein Friedhof mit Schlauch wird zur Oase des Tages.
Über mir diese typische Fantozzi-Wolke – nur dass sie mich nicht verfolgt. Hier verfolgt mich ausschließlich die Sonne. Und sie meint es ernst. Ich vergleiche es mit der Fantozzi -Wolke, der nuvola di Fantozzi , ein running gag aus den Kult-Filmen des italienischen Komikers Paolo Villaggio. Ein bösartiges, kleines Gewitterwölkchen, das den glücklosen Buchhalter Ugo Fantozzi auf Schritt und Tritt verfolgt. Hier ist es genau umgekehrt.
Dann taucht Monsaraz auf. Hübsch, aber brutal steil und kantiges Kopfsteinpflaster zwingt mich zu hike a bike. Ein Gewitter droht in der Ferne, zumindest sieht es so aus. Kurz Hoffnung, kurz Stress, dann Kopfsteinpflaster, das eher Wandern als Fahren bedeutet. Oben: keine Gewitter. Nur ich, mein Rad und ein sehr verdienter Latte Macchiato plus Calippo. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Die Abfahrt ist schnell, der Rest hügelig, Hunde unbeeindruckt. Später Abend, die Frage wird dringlicher: Wo schlafen?
Auf einer Brücke über dem Rio Ardila beschließe ich das Abendessen einzulegen. Mozzarella, Tomaten, Gurken, Suppe – Gourmetmoment auf Steinbänken mit Aussicht.
In Moura treffe ich kurz Kontakt zu anderen Fahrern. Einer, Lars, plant um 23 Uhr weiterzufahren. Ich entscheide mich für Schlaf – zumindest theoretisch. Mein Zelt steht schnell zwischen Olivenbäumen. Die Hunde in der Ferne diskutieren offenbar meine Anwesenheit, aber niemand kommt vorbei.
Um halb zwei ist Schluss mit Schlafillusion. Ich starte wieder. 160 km liegen noch vor mir.
Im Dunkeln läuft es erstaunlich gut. Den historischen Bergbauort Mina de São Domingos passiere ich noch im Dunkeln.

Keine Hitze, keine Dramen – nur Kilometer. Steppe, Bäume, Wiederholung.
In Alcoutim perfekt getimter Bäckerstopp um 6 Uhr: Kaffee, Saft, Gebäck. Leben kann so einfach sein.
Dann wird gerechnet: drei Portugiesen hinter mir, 10 km. Motivation aktiviert. 16 km Vorsprung. Dann wieder nur 3. Das nennt man dann wohl „interessante Beziehung zum eigenen Hinterradfeld“. Ich gebe Gas.
Der Rio Guadiana begleitet mich, Spanien auf der anderen Seite. Kein Empfang, kein Stressabbau – großartig.
Und dann: Kreisverkehr. Ich bin zu schnell, denke nicht, das Rad denkt auch nicht mehr mit. Einschlag. Asphaltkontakt. Rutschen. Aufstehen. Aua.

Lenker schief, ich auch. Weiterfahren. Diskussion später.
Die letzten Kilometer sind reine Willenssache. Kopfsteinpflaster in Vila Real fühlt sich schmerzhaft an.
Ziel. Platz 46 von 150.
Ich rolle rein, etwas unspektakulär für meinen Geschmack. Kein tosender Applaus, keine dramatische Filmsequenz. Nur Realität, ein paar klatschende Hände und ein sehr müder Körper.
Erst Enttäuschung, dann Stolz. Und dann diese Erkenntnis: Es war mehr, als ich mir selbst zugetraut hätte – bei dieser Hitze, dieser Strecke, diesem Abenteuer.
Und ja: es war ziemlich großartig. Trotz allem. Oder gerade deswegen.
Also liebe Gabi, es ist gewaltig was du da leistet. Es muss wunderschön sein und du so fit, sonst würdest du es nicht schaffen und dann bist du weit weg vom Alltagstrott und den Alltagssorgen. Ich gratuliere, bleib gsund … und ….bleib GABI
Danke, liebe Anna!!! bis bald mal wieder …
Liebe Gabi,
gewaltig was du da leistest.
Hab mir gerade deine Berichte und die 4 Filme angesehen.
Schön wie du das alles professionell dokumentierst.
Neben deiner sportlichen Leistung noch alles so spannend und ausführlich zu bearbeiten, find ich toll.
Da investierst du eine Menge Zeit in deine Projekte.
Kompliment dazu.
Machst du die Filme mit iMovie?
Werde mir demnächst sicherlich weitere Reiseberichte ansehen.
Gruß, Alfred
Hallo Alfred, danke dir!!! Ich freue mich immer sehr über Reaktionen über mein „Geschreibsel“ … Ich mache das immer gerne, da durchlebt man das Ganze nochmal … ich immer dreimal, in der Vorbereitung, dann unterwegs und anschließend beim Verarbeiten. Auch wenn man nichts verdient damit, es bereitet immer Freude, wenn es auch gelesen/ geschaut wird …
Diesmal war das Bearbeiten etwas stressig, da ich eigentlich schon das nächste Event vorbereiten muss: The Transcontinental Race von Trondheim nach Kalamata (Griechenland) in knapp drei Wochen … Das werde ich wahrscheinlich nicht vor der Finisherparty beenden können, zu viele Kilometer/ Höhenmeter (5000/ 50.000) in nur 20 Tagen …
Die Videos schneide ich mit Magix ein Schnittprogramm, das ich um etwa 100€ erstanden habe. Funktioniert sehr gut, auch wenn ich als Laie weit nicht alle Funktionen nutze, geschweige denn verstehe … 🤣😊
LG Gabi
Hach, liebe Gabi, Dein „Geschreibsel“ ist so erfrischend – bei den mit Erdbeerjoghurt runtergespülten Essiggurken hab ich herzhaft gelacht!
Hut ab vor Deiner Leistung: Bei den gerade gewesenen 40 Grad in Deutschland habe ich den Tag im See verbracht – und Du erklimmst bei ähnlichen Bedingungen eine Rampe nach der anderen. Und dann im vorderen Drittel gefinished! Grandios!
Vielen Dank, dass Du Dir so viel Zeit zum Schreiben nimmst!
Hallo Markus, danke für deine Rückmeldung!! Ich durchlebe so ein Abenteuer dreimal: Vorbereitung, damit ich weiß, was so auf mich zukommt, dann fahren und genießen oder auch weniger … und dann nachbereiten mit Video und „Geschreibsel“ 🤣
Bis zum nächsten Mal … hoffe, dass ich da was zu erzählen habe …
LG