Meine spätsommerliche Tour in angenehmer Gesellschaft der Bergfreunde führt uns über den aussichtsreichen Gipfelkamm zwischen Antholzertal und Gsiesertal. Ihr größter Trumpf ist dabei zweifellos das beeindruckende Panorama, das uns über weite Strecken begleitet.

Tourenlänge: 13,5 km/ 1000 Hm
Zeit: reine Gehzeit (gemütlich) 3:15 h
Gelände und Anforderungen: Forstwege, Wanderwege, Steig über Felsgrat,
Trittsicherheit erforderlich, gutes Schuhwerk
Ausgangspunkt:   kostenpflichtiger Parkplatz oberhalb des Berggasthofes Mudler, man erreicht ihn über Taisten, am Eingang des Gsiesertales
Einkehrmöglichkeit: Taistner Alm

Tourenbeschreibung:

Ausgangspunkt unserer Wanderung auf unseren ersten und höchsten Gipfel, das Rudlhorn, ist der Wanderparkplatz etwas oberhalb des Berggasthauses Mudler, das wir über Taisten am Eingang des Gsiesertales erreichen.

Zunächst folgen wir dem breiten Weg Nr. 38A in Richtung Taistner Alm. Der Weg führt gemütlich ansteigend über einen Forstweg, immer wieder gibt der Wald den Blick auf unser erstes Ziel, das Rudlhorn, frei.

Nach gut einer Stunde erreichen wir die Taistner Alm. Dahinter wird es deutlich alpiner: Der Weg Nr. 54B führt nun steiler bergauf. Wenig später verlassen wir den breiteren Weg und biegen links auf einen schmalen Pfad ab. Dieser zieht sich zunächst recht steil über einen mit Steinen durchsetzten Grasrücken, bevor er in den felsigen und stellenweise etwas ausgesetzten Gipfelgrat des Rudlhorns übergeht. Der Steig ist gut ausgebaut, Trittsicherheit ist aber unbedingt erforderlich.

Auf 2.448 m ist der Aufstieg geschafft – und die Mühe wird mit einem Panorama belohnt, das kaum schöner sein könnte. Auf der einen Seite ragen die Dolomiten empor, auf der anderen öffnet sich der Blick zur Rieserfernergruppe. Gleichzeitig können wir bereits unsere weiteren Ziele entlang des Kammes sehen.

Der Weiterweg bleibt abwechslungsreich. Zunächst steigen wir vom Rudlhorn hinunter zu einer kleinen Scharte. Von hier wäre es nur ein etwa 30-minütiger Abstecher zum Gipfel des Eisatz, womit sich die Tour problemlos zur 4-Gipfel-Runde erweitern ließe. Wir entscheiden uns diesmal jedoch für die direkte Variante und steigen auf dem Steig Nr. 54A in Richtung Durakopf ab.

Bald erreichen wir die weitläufigen Weideflächen des Klenkbodens. Wer es etwas gemütlicher angehen möchte, kann von hier auf dem breiten Forstweg zurück zur Taistner Alm und anschließend auf dem bereits bekannten Weg zum Parkplatz wandern. Wir haben allerdings noch nicht genug vom Gipfelglück und wollen auch die drei kleineren Gipfel entlang der Hügelkette mitnehmen.

Vom 2.275 m hohen Durakopf führt der Steig Nr. 31 nun sanft über den breiten Kamm. Immer wieder stehen schöne Zirben am Weg und verleihen dem Abschnitt einen ganz besonderen Charakter. Schließlich erreichen wir den letzten Gipfel unserer Runde, den 2.145 m hohen Lutterkopf.

Neben dem schmucken Gipfelkreuz reicht der Blick noch einmal weit über die bereits erklommenen Gipfel hinaus. Vor uns liegen die Sextner Dolomiten, das Hochpustertal und das Antholzer Tal – ein schöner Abschluss für unsere kleine Gipfelrunde.

Vom Lutterkopf führt der Weg Nr. 31 bald in einen etwas steinigen und von Wurzeln durchzogenen Waldweg. Durch den Wald wandern wir schließlich zurück zu unserem Ausgangspunkt oberhalb des Mudler.

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