Gardasee-Flair einmal anders:
Die Skitour auf die Cima Costabella im Monte-Baldo-Gebiet begeistert mit spektakulären Ausblicken auf den Gardasee. Hoch über dem tiefblauen Wasser fühlt man sich fast wie in Norwegen – als stünde man über einem weiten Fjord.
Die Route zählt zu den klassischen Skitouren der Region und vereint eindrucksvolle Panoramen mit angenehm moderatem Gelände – ideal für Genießer. Wir waren Ende Februar unterwegs und wurden mit herrlichem Firn belohnt. Doch auch bei frischem Pulverschnee ist die Tour ein echtes Highlight.

Kurz unterhalb des Gipfels lädt zudem das Rifugio Chierego zur Einkehr ein, das zumindest an den Wochenenden geöffnet ist – perfekt für eine gemütliche Pause mit Aussicht.
Damit sich die Anfahrt lohnte, haben wir zwei Gipfel bestiegen und uns eine Übernachtung in unserem Lieblingshotel in Peschiera, im Hotel Enjoy, gegönnt.
Start: Prada Alta bei der Talstation der Funivia Prada Costabella; Parken kann man gut auf dem Parkplatz des Korbliftes (er hat Sommerbetrieb)
Länge der Tour: 11 km/ 1055 Hm
Zeit: etwa 3h Bewegungszeit

Beschreibung:
Vom Parkplatz an der Talstation der Seilbahn Costabella folgt man zunächst einige Hundert Meter der schmalen Asphaltstraße bergauf, die bald in einen Schotterweg übergeht. Diesem bleibt man treu, bis die geschlossene Schneedecke beginnt. Wir mussten unsere Ski nur etwa 15 Minuten tragen, ehe wir eine kleine Rinne – einen „Canalone“ – im Buchenwald erreichten.

Von dort steigt man wunderschön durch lichten Buchenwald auf, vermutlich entlang einer ehemaligen Piste. Spätestens an der Waldgrenze öffnet sich der Blick auf den gesamten Gipfelhang, über dem weithin sichtbar das Rifugio Chierego thront. In gleichmäßiger, angenehmer Steigung geht es hinauf zur Hütte und anschließend in rund 15 Minuten am Kamm entlang zum Gipfel der Cima Costabella (2053 m).
Wer noch Reserven hat, kann über die Nordostseite kurz zu einer kleinen Scharte abfahren und von dort zur rund 100 Meter höheren Vetta delle Buse aufsteigen. Der zusätzliche Abstecher lohnt sich landschaftlich – erfordert jedoch beim Rückweg einen Gegenanstieg.

Ein Detail am Rande: Innerhalb einer Woche war ich gleich zweimal dort – beim zweiten Mal leider im dichten Nebel. Doch selbst bei schlechter Sicht ist der Gipfel gut zu finden, wenn man im Bereich des Korb- und Sessellifts aufsteigt. Von der Bergstation folgt man einfach dem Fahrweg in Richtung Hütte – so bleibt die Orientierung auch bei eingeschränkter Sicht problemlos.
Tipp zur Einkehr nach der Tour: auf dem Rückweg nach etwa 2 km liegt das Ristorante Al Cacciatore, San Zeno. Hier bekommt man herrliche hausgemachte traditionelle Spezialitäten wie Tagliatelle oder Polenta mit Funghi oder Capriolo. Sehr lecker!
Zur Tour Nr. 1: Monte Stivo
Auf die Cima Costabella bei strahlend schönem Wetter:
Und hier die Nebel-Version: