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Wolf’s Lair – mit dem Gravel- oder Mountainbike durch das wilde Abruzzen

Eine Runde durch eine der ursprünglichsten Landschaften Italiens: Die Wolf’s Lair führt durch die Abruzzen, vorbei an einsamen Bergdörfern, wilden Tälern und durch mehrere Nationalparks.

Rund 390 Kilometer und über 8.000 Höhenmeter warteten auf uns – größtenteils auf Schotterwegen und Nebenstraßen. Und irgendwo da draußen gab es schließlich auch noch Bären 🐻 und Wölfe🐺

Wir wollten die Runde eigentlich in vier Tagen fahren. Das sollte von den Zahlen her machbar sein. Aber Kilometer und Höhenmeter erzählen bei so einer Strecke längst nicht die ganze Geschichte. Und die Entscheidung für 5 Tage war dann goldrichtig.

Wie viel Schieben dabei tatsächlich Sache war und wie sich die Wege unter unseren Reifen anfühlten, könnt ihr hier herausfinden.

Wolf’s Lair in 5 Tagen:

Tag 1: Auf Schotter hinauf nach Calascio – von Amiternum zur Rocca

64 km/ 1.771 m/ Bewegungszeit ca. 6h


zunächst unser Video, Tag 1

Unsere Tour beginnt bei der Ausgrabungsstätte von Amiternum, nahe San Vittorino bei L’Aquila. Die antike Stadt war einst ein bedeutendes Zentrum der Sabiner und später eine römische Stadt. Heute erinnern unter anderem Theater und Amphitheater an ihre Vergangenheit. Museo Nazionale d’Abruzzo: Archäologischer Park Amiternum

Übernachtet haben wir am Vorabend im B&B Grandangolo in Sassa Scalo. Dort dürfen wir das Auto stehen lassen – praktisch, denn am fünften Tag führt unsere letzte Etappe wieder hier vorbei. Die rund fünf Kilometer bis zum offiziellen Startpunkt sind ein gutes Einrollen, bevor es gleich zur Sache geht.

Auf Schotter geht es aus San Vittorino hinaus und bald bergauf. Eine spektakuläre Serpentinenstraße führt hinauf zum Piano del Monte auf etwa 1.170 Meter. Schon auf den ersten Kilometern bin ich froh über meine Radwahl: das Mountainbike. Der Schotter fordert seinen Platz, während die Landschaft mit jedem Höhenmeter weiter und stiller wird. Hier oben begegnen wir um diese Uhrzeit niemandem.

Wir passieren Collebrincioni und rollen hinunter nach Camarda. Danach wartet die nächste Hochebene – weit und einsam, mit langen Abschnitten, auf denen uns kilometerweit niemand entgegenkommt. Erst als wir uns Santo Stefano di Sessanio nähern, wird es wieder belebter.

Das mittelalterliche Dorf liegt auf rund 1.250 Metern im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga. Seine engen Gassen, steinernen Häuser und Durchgänge wirken wie aus einer anderen Zeit. Beim Durchqueren kann man sich gut vorstellen, wie hier vor Jahrhunderten das Dorfleben seinen Gang nahm. Heute teilen wir die Gassen mit Besuchern, die durch den Ort schlendern und immer wieder für ein Foto stehen bleiben. Abruzzo Turismo: Santo Stefano di Sessanio

Bei Kaffee und Eis legen wir eine kurze Pause ein. Doch lange hält es uns nicht: Schon bald sitzen wir wieder auf den Rädern und gewinnen erneut an Höhe. Die Straße führt hinaus auf eine karge, offene Hochebene. In der Ferne taucht schließlich die Rocca Calascio auf – erst klein am Horizont, dann immer deutlicher über der Berglandschaft.

Die Festung liegt auf etwa 1.460 Metern und zählt zu den höchstgelegenen Burganlagen Italiens. Auch als Filmkulisse ist sie bekannt: Hier wurden unter anderem Szenen für Der Name der Rose gedreht. In ihrer Nähe steht die kleine achteckige Kirche Santa Maria della Pietà, die im späten 16. oder 17. Jahrhundert errichtet wurde. Abruzzo Turismo: Rocca Calascio

Über eine steile, kurvige Straße erreichen wir Calascio. Das Dorf schmiegt sich wie ein Adlernest an den Hang direkt unterhalb der Burg. Unsere Unterkunft, die Casa Arcem, liegt mitten im Ort und ist nur über Steintreppen erreichbar. Die Räder können wir vor dem Haus abstellen. Das Zimmer ist gemütlich und für unseren kurzen Aufenthalt bestens ausgestattet – auch wenn es kein Fenster hat, vermissen wir das nach diesem langen Tag kaum.

Federica, unsere Gastgeberin, lernen wir zwar nicht persönlich kennen, aber sie versorgt uns per WhatsApp mit allem, was wir wissen müssen. Auch die Trattoria Da Clara empfiehlt sie uns. Bei herzlicher Atmosphäre und traditionellen Gerichten lassen wir den ersten Tourentag ausklingen. Ein paar kleine Snacks und ein Cappuccino geben uns am nächsten Morgen einen guten Start in den Tag.

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Tag 2: Vom Hochland in die Buchenwälder – von Calascio nach Caramanico Terme

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Tag 3: in Arbeit

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Tag 4: in Arbeit

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Tag 5: in Arbeit

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Unsere Planung:

Planung auf my maps
Höhenprofile mit Infos:
Die Planungsgrafiken basieren noch auf den ursprünglichen 4 Tagen:

San Vittorino → Sasso Vivo: 90 km / 2.200 Hm
Sasso Vivo → Rivisondoli: 102 km / 2.260 Hm
Rivisondoli → Pescina: 102 km / 1.700 Hm
Pescina → San Vittorino: 92 km / 1.900 Hm

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Tag 5: in Arbeit